
GDL-Ortsgruppe Bodensee-Neckar
Pendler mit einem weiten Arbeitsweg erhalten eine höhere Pauschale: Ab dem 21. Kilometer gibt es 35 Cent je Entfernungskilometer statt bisher 30 Cent. Dabei zählt nur die einfache Strecke, Hin- und Rückweg dürfen nicht zusammengerechnet werden. Für kürzere Strecken beträgt die Pendlerpauschale weiterhin 30 Cent pro Kilometer.
Der gesetzliche Mindestlohn wird 2021 gleich zweimal erhöht. Zum 1. Januar steigt er brutto von 9,35 auf 9,50 Euro pro Stunde.
Zum 1. Juli erhöht sich der Mindestlohn nochmals, und zwar auf 9,60 Euro.
Arbeitskräfte müssen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nicht mehr auf Papier an ihren Arbeitgeber weiterleiten. Stattdessen schickt der Arzt das Dokument auf elektronischem Weg an die Krankenkasse. DerArbeitgeber kann den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit dann online abrufen. Parallel wird es aber weiterhin Bescheinigungen auf Papier geben.
Rentner, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge gezahlt haben, erhalten eine Grundrente. Den vollen Zuschlag erhalten Rentner, wenn deren monatliches Einkommen unter 1250 Euro liegt oder Eheleute mit weniger als 1 950 Euro im Monat. Die Höhe der Grundrente wird individuell berechnet. Maximal gibt es 404,86 Euro brutto zusätzlich. Die Bundesregierung rechnet mit einem durchschnittlichen Zuschlag von 75 Euro zur gesetzlichen Rente. Profitieren werden davon laut der Deutschen Rentenversicherung etwa 1,3 Millionen Menschen.
Der steuerfreie Anteil für Zahlungen in die betriebliche Altersvorsorge steigt von 552 auf 568 Euro im Monat. Der sozialabgabenfreie Maximalanteil erhöht sich ebenfalls von 276 Euro auf nun 284 Euro.
Das Ehrenamt soll weiter gestärkt werden. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale steigt 2021 von 2 400 auf 3 000 Euro, die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro.
Rund 90 Prozent der Steuerzahler im Land müssen ab dem kommenden Jahr keinen Solidaritätszuschlag mehr entrichten. Künftig wird er nur noch erhoben, wenn die Einkommensteuer mehr als 16 956 Euro/Jahr (1413 Euro/Monat) oder bei Zusammenveranlagung (respektive in der Lohnsteuerklasse Ill) mehr als 33 912 Euro/Jahr (2 826 Euro/ Monat) beträgt. Die Freigrenze bezieht sich auf das jährlich zu versteuernde Einkommen und liegt bei etwa 61700 Euro Jahreseinkommen bei Alleinstehenden und 123400 Euro bei gemeinsam veranlagten Paaren.
Der Grundfreibetrag, bis zu dem man keine Steuern zahlen muss, steigt für alle Steuerzahler von 9408 auf 9 744 Euro.
Ab 2021 gilt wieder der alte Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent und 7 Prozent auf Waren des täglichen Bedarfs.
Wegen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung die reguläre Mehrwertsteuer zwischenzeitlich auf 16 Prozent und die ermäßigte auf 5 Prozent gesenkt.
Eine Tonne C02 kostet nun 25 Euro. Das hat Auswirkungen auf die Preise für klimaschädliche Produkte wie Benzin, Diesel, Heizöl und Gas. Laut Bundesumweltministerium steigen die Preise beim Tanken um sieben bis acht Cent pro Liter Benzin oder Diesel. Wer mit Öl heizt, muss bei einem Jahresverbrauch von 2 000 Litern laut Verbraucherzentrale 159 Euro zusätzlich zahlen, bei einem Gasverbrauch von 20 000 kWh rechnet die Verbraucherzentrale mit 120 Euro Mehrkosten.
Um die Umwelt und die Meere weniger mit Plastik zu verschmutzen, darf ab dem 3. Juli kein Einwegplastik mehr hergestellt werden. Das Verbot gilt in der ganzen Europäischen Union für Plastikbesteck, Plastikgeschirr, Strohhalme, Styroporbehälter für warmes Essen zum Mitnehmen sowie Wattestäbchen aus Kunststoff.
Für Kühlgeräte, Geschirrspüler, Fernseher, Waschmaschinen und Waschtrockner führt die EU am 1. März 2021 ein neues Energieeffzienzlabel ein. Die Klassen A+++, A++ und A+ werden verschwinden, und viele sparsame Geräte werden in eine schlechtere Energieeffzienzklasse absteigen. Die neue beste Klasse A soll anfangs weitgehend leer bleiben. Da-mit will die EU die Hersteller dazu bringen, in Zukunft noch sparsamere Geräte zu produzieren.
Für umweltschädliche Neufahrzeuge mit hohem C02-Ausstoß müssen Halter einen Aufschlag auf die Kraftfahrzeugsteuer zahlen. Je nach Höhe des Ausstoßes müssen Autofahrer zwischen 2 und 4 Euro pro Gramm C02/km zusätzlich zahlen. Für sparsame Autos, die wenigerals 95 Gramm C02/km ausstoßen, wird der Aufschlag reduziert. Elektrofahrzeuge Sind dagegen bis 2030 von der Steuer befreit.
Der Kinderfreibetrag steigt von 7 812 auf 8 388 Euro pro Kind
für beide Elternteile. Für Alleinerziehende gilt weiterhin der wegen COVID-19 erhöhte Entlastungsbetrag von 4008 Euro pro Jahr.
Das Kindergeld wird um 15 Euro erhöht. Für die ersten beiden Kinder bekommen Eltern nun jeweils 219, für das dritte Kind 225 und für das vierte Kind 250 Euro.
Wer einen Angehörigen mit Pflegegrad 4 Oder 5 zu Hause pflegt, kann dafür einen höheren Pflegepauschbetrag bei der Steuer geltend machen. Der Betrag wird von 924 auf 1 800 Euro angehoben. Außerdem gibt es nun auch eine Pauschale für die Pflege von Angehörigen mit Pflegegrad 2 Oder 3. Dann können pflegende Angehörige 600 beziehungsweise 1100 Euro Pflegepauschbetrag von der Steuer absetzen.
Bereits seit dem 23. Dezember 2020 müssen Käufer einer lmmobilie nur noch maximal die Hälfte der Maklerkosten zahlen — und zwar erst, nachdem der Verkäufer seinen Anteil überwiesen hat. Insgesamt kann die Maklerprovision bis zu 7 Prozent des Kaufpreises betragen.
Wer einen neuen Personalausweis beantragt, muss statt bisher 28,80 eine Gebühr von 37 Euro für das Ausstellen zahlen. Unter 24-Jährige erhalten den Ausweis weiterhin zum ermäßigten Preis von 22,80 Euro. Außerdem müssen ab August zwei Fingerabdrücke im Pass hinterlegt werden. Zudem können Personen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren, als Geschlecht „x'c statt „M" Oder „F" eintragen lassen.
Der EU-Führerschein kommt.
Laut einer EU-Vorgabe müssen deswegen alte Führerscheine umgetauscht werden. Zunächst gilt das für alle Führerscheine, di bis 31. Dezember 1998 ausgestellt und deren Besitzer zwischen 1953 und 1958 geboren wurden. Diese müssen im Laufe des Jahres bei der zuständigen Führerscheinstelle umgetauscht werden, spätestens bis zum 19. Januar 2022.
Für die praktische Fahrprüfung gelten neue Regeln. Zum einen dauert die Prüfung nun zehn Minuten länger, die bisherige Zeit wird auf 55 Minuten verlängert. Außerdem gibt es feste Kriterien für die Prüfung. Dafür erstellt der Prüfer ein elektronisches Prüfprotokoll. Allerdings wird die Prüfung auch teurer, laut der Prüfgesellschaft Dekra erhöhen sich die Kosten für die Prüfung der Klasse B und BE (Pkw) von knapp 90 auf 117 Euro.